Darstellung des VKDA

Der Verband kirchlicher und diakonischer Anstellungsträger Nordelbien (VKDA-NEK) ist nach entsprechender Entscheidung der Synode der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche (NEK) am 26. September 1979 gegründet worden. Die Synode hatte die Gründung des Verbandes zu einer wesentlichen Vorbedingung für den Abschluss von Tarifverträgen in der NEK gemacht und die Hoffnung damit verbunden, dass auf diese Weise den von den Tarifverträgen betroffenen Anstellungsträgern, den Kirchengemeinden, Kirchengemeindeverbänden, Kirchenkreisen und Diensten und Werken, eine Möglichkeit der Einwirkung auf die Gestaltung der Tarifnormen ermöglicht werde. Diese Hoffnung hat sich in der mittlerweile fast vierzigjährigen Arbeit des Verbandes als voll und ganz begründet erwiesen.

Als Mitglied im VKDA hat jeder Anstellungsträger die Möglichkeit, an der Gestaltung der Tarifnormen im Rahmen der Satzung, d.h. über den Gesamtvorstand, die Tarifkommissionen und über die Mitgliederversammlung, mitzuwirken und damit kirchliches und diakonisches Tarifrecht mitzugestalten.

Nachdem über zwei Jahrzehnte für die im Verbandsbereich organisierte Diakonie und die verfasste Kirche der gleiche Tarifvertrag, der Kirchliche Angestellten- bzw. Arbeitertarifvertrag der NEK galt, trat im Oktober 2002 ein vollkommen neuer diakoniespezifischer Tarifvertrag in Kraft. Damit wurde der Verbandsbereich grundsätzlich aufgeteilt. Die für den Bereich der verfassten Kirche verbliebenen KAT-NEK bzw. KArbT-NEK und die vielen sie ergänzenden Tarifverträge wurden im April 2007 durch den neuen Kirchlichen Arbeitnehmerinnen Tarifvertrag (KAT) ersetzt. Der Umfang der Tarifregelungen des VKDA wurde damit auf einen Bruchteil reduziert. Die beiden Tarifverträge weichen in den allermeisten Bestimmungen nicht voneinander ab. Unterschiede gibt es im Wesentlichen im Bereich der Arbeits-zeitgestaltung wie bei der Bemessungsgrundlage des Entgelts und in geringer Form bei der dazugehörigen Entgelttabelle.

Im Jahr 2013 wurde der Verband umbenannt in Verband kirchlicher und diakonischer Anstellungsträger in Norddeutschland (VKDA). Er verantwortet heute Tarifverträge, die in Kirche und Diakonie bei seinen Mitgliedern für etwa 33.000 Mitarbeitende gelten. Die Mitglieder des Verbandes haben die Möglichkeit, sich in arbeits- und tarifrechtlichen Fragen juristisch beraten zu lassen.